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Porsche 911 Carrera 2.7 MFI Targa (210 PS) – Note 1- Vollrestauriert – matching numbers – dt. Fahrzeug

Best of class

195.000,-
Highlights
  • - Original deutsches Fahrzeug
  • - Restauriert auf Referenzniveau
  • - Neuwertig - keine 1000 km gelaufen
  • - Matching numbers (Geburtsurkunde)

Porsche 911 2.7 Carrera Targa – Deutsches Fahrzeug – Vollrestauriert – Note 1 – Matching numbers

Dies ist eines der seltenen und frühen Fahrzeuge von insgesamt nur 610 gebauten 911 2.7 Carrera MFI Targa. In einer Kleinserie von nur insgesamt 2.277 Stück wurde der Porsche 911 2.7 Carrera von 1974 bis 1976 als Nachfolger des 2.7 RS Touring von 1973 gebaut. Es wurden davon nur 610 Stück als Targa gefertigt. Bis auf das etwas höhere Gewicht und die angepasste Optik ist dieses Modell identisch mit seinem legendären Vorgänger.

Dieses laut vorliegender Porsche Geburtsurkunde „Matching numbers“ Fahrzeug wurde bei Glöckler in Frankfurt am 01.01.1974 ausgeliefert und hatte soweit bekannt 2 Vorbesitzer in Deutschland. Ein Perfektionist, Fachmann und Liebhaber zugleich, erstand den Wagen in einem hervorragenden Zustand ohne erkennbare Vorschäden und unterzog seinem Traumwagen einer Vollrestauration bei der renommierten Firma MP Sportwagen in Bad Neuenahr. Behutsam und Schritt für Schritt in Bild und Schrift dokumentiert, hat er nach dem Prinzip „Das Beste ist gerade gut genug“ dieses Fahrzeug Schraube für Schraube über mehrere Jahre von 2014-2017 für sich aufbauen lassen. Die Restauration wurde zusätzlich von einem ehemaligen „RUF“ Werkstattleiter begleitet. In einem makellosen Zustand wurde er mit der seltenen Note 1(-) im Jahr 2018 bewertet und seitdem konserviert in einer trockenen und dunklen Garage in Süddeutschland in einer Sammlung aufbewahrt. So ist ein 2.7 Carrera im Neuzustand entstanden, der seines gleichen sucht. Ein Auszug aus dem Gutachten bestätigt dies: „Das Fahrzeug befindet sich aufgrund der durchgeführten Restauration in einem neuwertigen Zustand. Die Restauration ist bis in allen Details auf die exakte Originalität ausgerichtet“.

Fazit: Dies ist ein fahrendes Stück Automobilgeschichte und eine besondere Gelegenheit in diesem Zustand einen seltenen original 911 2.7 Carrera zu erwerben. Konsequent sportlich verspricht dieses Fahrzeug falls gewünscht puren Motorsport, dennoch ist er durch seinen dezenten Auftritt Understatement pur und nicht zuletzt aufgrund des Targadachs auch für Genusstouren geeignet. Der Besitzer hat das Fahrzeug seit Fertigstellung weniger als 1000 km bewegt. Es ist sofort einsatzbereit. In der klassischen und meist gesuchten Farbkombination silbermetallic mit schwarzer Innenausstattung, deutscher Erstauslieferung und dokumentierter Restauration, ist dieses Fahrzeug für einen Sammler wie Fahrer gleichermaßen geeignet. Wer einen 2.7 Carrera ohne Kompromisse sucht bei dem viele Teile neu oder sogar besser als ursprünglich sind, hat hier die richtige Wahl getroffen, um entspannt den Wagen problemlos die nächsten 40 Jahre genießen zu können. Eine vollständige bebilderte Dokumentation des Restaurationsprozesses ist vorhanden.

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Kurzbeschreibung:
Hersteller: Porsche
Fahrzeugtyp: 911 Carrera 2.7 MFI Targa
Baujahr: 1974
Kilometerstand: 47.201
Matching Numbers: JA
Hubraum: 2687
Leistung: 210 PS
Farbcode: Z2V9 Silber Metallic
Innenausstattung: Kunstleder blauschwarz, Sitzeinlage Shetland
Dach: Schwarz
Vorhandene Dokumente: Porsche Geburtsurkunde, Wertgutachten, TÜV/AU
Scheckheft: NEIN
Angebotspreis: 195.000,-€
Fahrzeugbeschreibung

Matching numbers Fahrzeug orig. 911 2.7 Carrera.
Erstzulassung: 01.01.1974
Auslieferung: Porsche Glöckler, Frankfurt.

Restaurierung durch MP Sportwagen Bad Neuenahr 04/2014-05/2017.

Auszug aus dem Gutachten vom 18.08.2017 Sachverständigenbüro Hermann Steffi:

Unreparierte Vorschäden: keine festgestellt.

Reparierte Vorschäden: keine festgestellt.

Ergebnis der Fahrzeugbesichtigung:
Das Fahrzeug befindet sich aufgrund der durchgeführten Restauration in einem neuwertigen Zustand. Die Restauration ist bis in allen Details auf die exakte Originalität ausgerichtet. Sämtliche Teile des Fahrzeugs sind erneuert oder überarbeitet worden.

Karosserie Anbauteile Aggregate: Neuwertig.

Innenausstattung: Neuwertig.

Modellgeschichte

Der 911 Carrera 2.7 der G-Baureihe. Im Schatten des legendären und momentan etwa dreimal so teuren Vorgängers, dem RS von 1972, blieb er bislang unentdeckt.
RS, bei diesen Buchstaben reiben sich Autosammler weltweit die Hände. Der 1972er Porsche 911 Carrera RS 2.7 der ersten Generation hat einen Kultstatus erreicht, für den Liebhaber mittlerweile 600.000 Euro und mehr zahlen. Der Nachfolger blieb dagegen bislang im Schatten des RS und das, obwohl sich die beiden Brüder doch nur durch wenige Äußerlichkeiten unterscheiden. Die Änderungen ergaben sich, nachdem die Sicherheitsvorschriften in den USA gestrafft wurden und folglich aufprallverstärkte Stoßstangen am Fahrzeug Pflicht wurden. In den Augen des Betrachters erlebte die Form des Carreras damit einen Stilbruch. Doch unter der Karosserie der neuen Generation verbarg sich die leistungsfähige Technik des Ur-RS. Sieht man von dem Mehrgewicht ab, das sich beim ab 1973 nachfolgenden G-Modell durch die Karosserie-Modifikationen sowie neue Komfort- und Sicherheitsfeatures ergaben, war das Fahrerlebnis nahezu gleich.

Trotz der anfänglichen Diskrepanz verkauften sich bereits im ersten Produktionsjahr 1.449 Exemplare des 2.7 G-Modells, davon 423 Targa-Varianten. Offiziell wurde das G-Modell mit 2,7-Liter-Boxermotor zum Modelljahr 1976 eingestellt und von der 3.0-Variante abgelöst. Grund dafür waren die neuen Bestimmungen und Abgasnormen, die der scharfe 2.7 nicht erfüllen konnte.

Rennsport für die Straße

Der legendäre 1972er RS basiert auf einem reinrassigen Gruppe 4-Rennwagen. Um eine Starterlaubnis in der Rennserie zu erhalten, mussten 500 Homologationsmodelle für den Straßeneinsatz produziert werden. Letztlich wurden aufgrund großer Nachfrage knapp 1.600 Exemplare verkauft. Doch zurück zur Technik: Der RS versprach also reinrassige Rennsportgene für den Straßeneinsatz. Der 2,7-Liter-Boxermotor war mit 210 PS und 255 Nm bei 5.100/min der bisher stärkste Motor in einem Serien-Porsche. Er beförderte Sportwagen in 5,5 Sekunden von Null auf 100 km/h und auf eine Vmax von 245 km/h. Unklar ist, ob sich diese Werte auf den Rennwagen (960 kg) oder die Straßenversion (1.075 kg), dem RS Touring, beziehen.

Zum Auftakt der G-Baureihe im Herbst 1973 markierte der neue 911 Carrera mit dem Antrieb des Ur-RS weiterhin die Leistungsspitze unter den Serien-Porsche. Alternativ gab es nur den 911 mit 150 PS und den 911 S mit 175 PS sowie 111 Homologationsmodelle des 3.0 RSR, die allerdings dem Rennsport vorbehalten blieben. Erst als 1974 der 260 PS starke 911 Turbo erschien, wurde der 2.7 an der Spitze abgelöst. Der Carrera 2.7 bot ähnliche Fahrleistungen wie sein Vorgänger: 0 auf 100 km/h in 6,3 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit lag bei 240 km/h. Den feinen Unterschied, so unser Fazit nach einer Überland-Testfahrt, erkennt wohl nur ein 911-Experte. Das Röhren des luftgekühlten Boxermotors, die gestochen scharfe Lenkung und das launische Übersteuern bei ungeschickter Führung – einiges deutet beim G-Modell auf einen waschechten RS hin.

Das Porsche-Magazin Christophorus formulierte es damals so: „Im Modelljahr 1974 wird der Carrera vornehmer und komfortabler, ohne an Spitzenleistung einbüßen zu müssen. Außerdem gibt es ihn jetzt auch als Targa. Die spartanische Ausführung findet ihre Fortsetzung in der reinen Sportversion des Carrera RSR-Typen.“

Designvergleich

Stellt man die Generationen Rücken an Rücken, erscheint der Ur-RS auf den ersten Blick attraktiver. Bei genauerem Hinsehen wird jedoch die Ähnlichkeit sichtbar. Den Entenbürzel gab es übrigens auch beim G-Modell weiterhin optional. Ausschließlich in Deutschland wurde der markante Heckspoiler zum Modelljahr 1974 verboten, weil man ihn als Gefährdung bei Verkehrskollisionen einstufte. Chromteile wie Türgriffe und Scheibenrahmen konnten damals ebenfalls gegen Aufpreis auch in Chrom geliefert werden. Zum Glück blieben dem „G“ auch die geschmiedeten Fuchsräder im Format 6 x 15 und 7 x 15 Zoll erhalten.

Die Stoßstangen mit den berühmten Ziehharmonika-Ecken wurden damals aufgrund neuer US-Bestimmungen eingeführt. Für Stoßstangen bei Straßenfahrzeugen galt dabei, dass ein Aufprall mit etwa 8 km/h keine Schäden an der Stoßstange und an anderen Fahrzeugteilen hervorrufen durfte. Das damals frisch von Opel zu Porsche konvertierte Design-Team, bestehend aus Anatole Lapine, Dick Soderberg und Wolfgang Möbius, entwickelte nach diesen Vorgaben das G-Modell. Es war im Vergleich zum ersten Carrera – dem RS – mehr auf Sicherheit und Komfort ausgelegt. Auch für das Interieur gab es neue Standards und Optionen, wie etwa serienmäßige Kopfstützen, elektrische Fensterheber und hintere Ausstellfenster.

Im Ergebnis blieb der Carrera 2.7 der G-Baureihe ein echter RS, der jedoch bis heute nicht den Ruhm erreicht hat, der ihm eigentlich gebührt. Dass der verkannte Bruder aus dem Schatten des Ur-RS hervortritt, ist demnach nur noch eine Frage der Zeit.

Technische Details

Modelljahr 1974-1976
Modellbezeichnung Porsche 911 Carrera Coupé / Targa
Motor-Typ 911.83 911.83 911.83
Motor-Bauart 6-Zylinder Boxermotor (luftgekühlt)
Hubraum (cm3) 2687
Bohrung x Hub (mm) 90 x 70,4
Motorleistung (KW/PS) 154/210
bei Drehzahl (U/min) 6300
Drehmoment (Nm) 255
bei Drehzahl U/min 5100
Verdichtungs-Verhältnis 8,5:1
Ventilsteuerung OHC (Overhead Camshaft) 2 Ventile pro Zylinder
Kraftstoffanlage Mechanische Bosch Saugrohreinspritzung
Zündung Einfach
Getriebe 4-Gang Schaltgetriebe
Antrieb Heckantrieb
Räder vorne/hinten 6 J x 15 / 7 J x 15
Reifen vorne/hinten 185/70 VR 15 / 215/60 VR 15
Bremse vorne/hinten innenbelüftete Scheiben / innenbelüftete Scheiben
Spurweite vorne/hinten (mm) 1372 / 1380
Radstand (mm) 2272
Maße L x B x H (mm) 4291 x 1652 x 1320
Leergewicht (kg) 1075
Beschleunigung 0 - 100 km/h 6,3 s
Höchstgeschwindigkeit (km/h) 240
Gebaute Stückzahl Coupé: 1.534, Targa: 610

Sonderausstattung

436 = Targa Faltdach
568 = getönte Verglasung

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